MeinungUnionsparteienDas deutsche Abtreibungsrecht diskriminiert Kinder mit Behinderung. Das ist unerträglich

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Kommentar von Ronen Steinke

Lesezeit: 2 Min.

Die Diagnose Down-Syndrom ist  ein häufiger Grund für Spätabbrüche.
Die Diagnose Down-Syndrom ist  ein häufiger Grund für Spätabbrüche.
Hannibal Hanschke/dpa

Die Vorwürfe gegen Frauke Brosius-Gersdorf sind umso kruder, weil die Union schon immer duldet, dass ungeborenes Leben unter bestimmten Umständen noch im neunten Schwangerschaftsmonat beendet werden darf.

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Manche Gegner der SPD-Richterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf, auch in CDU und CSU, unterstellen der Juristin, es fehle ihr an Respekt vor dem ungeborenen Leben. Sie befürworte sämtliche Abtreibungen bis zum Tag der Geburt. Das ist in dieser Pauschalität Unfug. Das hat Frauke Brosius-Gersdorf nie gesagt. Aber interessant ist: Dieselben Politiker in CDU und CSU dulden gleichzeitig, dass sogar geburtsreife Babys noch abgetrieben werden können, und zwar im besonderen Fall von Behinderungen.

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