Söder bei Meloni:Die Handynummer darf er haben

Die bayerische Fahne ist selbstverständlich dabei: Markus Söder bei Giorgia Meloni. (Foto: Roberto Monaldo/AP)

Bayerns Ministerpräsident besucht die postfaschistische Regierungschefin Italiens. Und vermeidet offenbar jeden falschen Ton.

Kommentar von Detlef Esslinger

Staaten haben keine Freunde, sondern Interessen, lautet einer der Sätze, die Henry Kissinger der Welt hinterlassen hat. Das gilt sogar für Bayern, das zwar nur ein Gliedstaat ist, womit es sich jedoch längst, also größtenteils, abgefunden hat. Und weil sich kein Staat aussuchen kann, mit wem er über gemeinsame oder widerstreitende Interessen zu reden hat, war es unbedingt sinnvoll, dass Markus Söder am Freitag in Rom bei Giorgia Meloni war; der Ministerpräsident bei der Ministerpräsidentin sozusagen. Wenn Österreich sich am Brenner wegen Bauarbeiten für die Blockabfertigung entscheidet, hat das nun mal mehr Auswirkungen auf die Republik Italien und den Gliedstaat Bayern als aufs nordische Brandenburg.

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