Wieder sind Slowakinnen und Slowaken im ganzen Land zu Zehntausenden auf die Straßen gegangen, im strömenden Regen demonstrierten allein in der Hauptstadt Bratislava etwa 50 000 Menschen. Sie erinnerten am Montag an den Sturz des kommunistischen Regimes in der damaligen Tschechoslowakei vor 36 Jahren. Mit dem Gedenken an den „Kampf für Freiheit und Demokratie“, das offiziell am 17. November in der Slowakei und in Tschechien begangen wird, verbanden sie Protest gegen die heutige Regierungskoalition. Diese wird angeführt von Ministerpräsident Robert Fico, der sich in seiner vierten Amtszeit immer illiberaler und vor allem russlandfreundlich gibt. Korruptionsvorwürfe gibt es wie eh und je. Den arbeitsfreien Feiertag am 17. November hat seine Koalition kürzlich gestrichen.
MeinungSlowakei:Populisten zu besiegen, ist eine Frage der Entschlossenheit

Kommentar von Viktoria Großmann
Lesezeit: 2 Min.

Ministerpräsident Robert Fico gibt sich immer illiberaler und vor allem russlandfreundlich. In ihrem Protest und dem Auftreten ihrer Oppositionsparteien sind viele Landsleute aber ein Vorbild für andere Europäer, deren Regierungen von Extremisten angegriffen werden.
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