Wenn sich Sipri zu Wort meldet, löst das meist keine große Freude aus. Das liegt aber nicht am Boten, sondern am Inhalt der Botschaft. Jährlich veröffentlicht das Institut die erforschten Zahlen zu den globalen Rüstungsausgaben. Auch nun sind sie wieder massiv gestiegen in dieser unfriedlichen Welt. Das Kürzel Sipri steht für Stockholm International Peace Research Institute (Stockholmer Institut für Internationale Friedensforschung). Die schwedischen Forscher genießen einen hervorragenden fachlichen Ruf und residieren in Solna nahe der schwedischen Hauptstadt. Das Institut beschäftigt heute etwa 100 Mitarbeiter, gegründet wurde es 1966 auf Initiative des Parlaments in Stockholm. Neben den Jahresberichten erstellt es Hintergrundmaterial, Analysen und Datensammlungen, gestützt auf Open Sources, also offene Quellen. Bei seiner Arbeit verfolgt Sipri „eine Mission und Vision: eine Welt, in der die Ursachen von Unsicherheit identifiziert und verstanden, Konflikte verhindert oder gelöst werden und der Frieden nachhaltig ist“. Wahrscheinlich wissen die Forscherinnen und Forscher in Stockholm selbst am besten, wie weit dieses Ziel heute entfernt ist.
Aktuelles LexikonSipri

Munitionsfabrik in Scranton, Pennsylvania: Hier werden Standard-Artilleriegranaten vom Kaliber gebaut, deren Produktion weltweit wegen des Ukrainekrieges massiv zugenommen hat.
Charly Triballeau/AFPAbkürzung für ein Institut von Friedensforschern, die der Welt gerade wieder vorrechnen, wie viel Geld diese für Waffen ausgibt.
Von Joachim Käppner