Das waren noch Zeiten, als Alexander Gauland das mürrische Gesicht der AfD war. Der damalige Parteichef verharmloste Hitler und die Nazis zwar als Vogelschiss in der tausendjährigen deutschen Geschichte, aber wenigstens war Gaulands Außendarstellung auch sonst schwierig. Er wirkte wie jemand, der selbst in einem tausendjährigen Leben immer dieselbe Hundekrawatte tragen würde. Das hatte einerseits etwas Beruhigendes, weil es die Grenzen der AfD aufzeigte. Andererseits zeichnete sich schon 2017 ab, dass ein mitreißender Verkäufer geeignet wäre, Deutschlands Rechtspopulisten noch deutlich weiter zu bringen.
MeinungSachsen-AnhaltUlrich Siegmund gleicht einem Makler, der charmant eine Asbest-Bude anbietet

Kommentar von Nicolas Richter
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Früher brachte er Wellness-Öle an den Mann, heute ein faschistisch riechendes Wahlprogramm: Ulrich Siegmund, 35, der Ministerpräsident werden will.
Heiko Rebsch/dpaDer Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl verkaufte früher Düfte - und nun ein faschistisch riechendes Wahlprogramm. In manchem erinnert er an Donald Trump. Und er zeigt auch bereits, was er gelernt hat von ihm.
