Sexuelle Gewalt:Das Täterinnen-Tabu

Missbrauchskomplex Münster - Urteil im Hauptprozess steht an

Tatort Gartenlaube: Beim Verfahren in Münster eröffnete sich ein ganzer, schrecklicher Komplex von schwerem sexuellem Missbrauch an zwei Jungen.

(Foto: Guido Kirchner/dpa)

Die Lehre aus dem Münsteraner Missbrauchskomplex: Auch Mütter sind mitunter eine Gefahr für ihre eigenen Kinder. Wer auf die natürliche Mutterliebe als Schutzfunktion vertraut, macht einen Fehler.

Kommentar von Kerstin Lottritz

Auch Mütter werden zu Täterinnen. Nicht nur bei körperlicher, sondern auch sogar bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder. Diese Tatsache ist noch immer wenig akzeptiert, weil man Müttern gerade im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch keine aktive Mittäterschaft zutraut und dies auch seltener vorkommt. Aber es kommt vor. Solange dieses gesellschaftliche Tabu nicht durchbrochen wird, passieren Fehler beim Schutz gefährdeter Kinder. Das ist die Lehre aus dem Prozess gegen Sabrina K. im Missbrauchskomplex Münster. Sie wurde nun wegen Beihilfe durch Unterlassung zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verurteilt.

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