MeinungMittelmeerDas Engagement der Seenotretter sollte ein bisschen Geld wert sein

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Kommentar von Jan Bielicki

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Auf dem Schlauchboot drängen sich Geflüchtete; Seenotretter versuchen im Mittelmeer die Menschen aus solch gefährlichen Situationen zu retten.
Auf dem Schlauchboot drängen sich Geflüchtete; Seenotretter versuchen im Mittelmeer die Menschen aus solch gefährlichen Situationen zu retten. (Foto: Pavel D. Vitko/Sea-Eye/dpa)

Die Bundesregierung streicht die ohnehin geringe Unterstützung für Seenotretter. Dahinter stecken nicht unbedingt Geldnöte, sondern ein Kulturkampf zwischen Helfern und Regierungen.

Auf der Skala des Schreckens steht die Marke derzeit bei 752. Mindestens 752 Migranten sind nach Zählung der Internationalen Organisation für Migration seit Jahresbeginn beim Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, ums Leben oder abhandengekommen. 752 tote oder vermisste Menschen also, mindestens 41 Kinder darunter, das heißt im Einzelfall: eine Männerleiche, angespült an einen Strand in Libyen; eine Frau, die die kurze Fahrt im Schlauchboot vom türkischen Festland zur griechischen Insel Farmakonisi nicht überlebt; fünf Menschen, die an Hitze, Durst und Erschöpfung sterben, als ihr kaum seetüchtiger Kahn zwei Wochen führerlos irgendwo vor Spaniens Costa Blanca treibt.

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:„Wir weigern uns, das Sterbenlassen auf See zu akzeptieren“

Vor zehn Jahren wurde das italienische Seenotrettungsprogramm „Mare Nostrum“ eingestellt. Seitdem sind im Mittelmeer private Schiffe unterwegs – gegen heftiger werdenden politischen Widerstand.

SZ PlusVon Marc Beise

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