Schwarzfahren:Gefängnis hilft nicht gegen Armut

Lesezeit: 2 min

Schwarzfahren: Fahrkartenkontrolleur in einer Frankfurter U-Bahnstation.

Fahrkartenkontrolleur in einer Frankfurter U-Bahnstation.

(Foto: Andreas Arnold/Picture Alliance/dpa)

7000 Menschen kommen in Deutschland jedes Jahr wegen Schwarzfahrens ins Gefängnis. Die Justiz ist nicht dafür da, den Verkehrsbetrieben die Arbeit abzunehmen. Wie sich Schwarzfahren effektiver und gerechter bekämpfen ließe.

Kommentar von Ronen Steinke

Definiere: kriminalpolitischer Unsinn. In Deutschland kommen jedes Jahr um die 7000 Menschen ins Gefängnis wegen Schwarzfahrens. Das liegt daran, dass das hierzulande als Straftatbestand definiert ist, "Beförderungserschleichung", auf demselben Level wie Diebstahl oder Körperverletzung. Die Folge: Wenn unter den Menschen, die ohne Fahrschein in der U-Bahn erwischt oder etwa als Bettler ohne Bahnsteigkarte aufgegriffen werden, solche sind, die eine Geldstrafe nicht bezahlen können, dann kommen sie ins Gefängnis. So kann's gehen. Mit oft harten Folgen für ihr Leben. Und mit enormen Kosten für die Steuerzahlenden.

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