Der Begriff Schrot geht zurück aufs althochdeutsche „scrot“ für abgeschnittenes Stück. Folgerichtig werden grob zerkleinerte Körner als Schrot bezeichnet, man denke nur an Leinsamenschrot oder Weizenschrot im Supermarkt. Schrot steht auch in der Waffenkunde für etwas Zerkleinertes: In einer Schrotpatrone stecken viele sehr kleine Kugeln mit einem Durchmesser von bis zu maximal vier Millimetern. Üblicherweise wird Schrot auf kürzere Distanz und zur Jagd auf kleinere Tiere wie Hase oder Fuchs eingesetzt, getötet werden die Tiere, vereinfacht gesagt, durch Schock, denn die Kügelchen treffen im Streukreis auf das Ziel und dringen selten weit in den Körper ein. Je größer die Distanz zwischen Laufmündung und Ziel, desto größer die Streuung und desto geringer die Wirkung. Schrotgewehre nennt man Flinten, aus Büchsen hingegen wird ein Projektil gezielt abgefeuert. Aus einer Schrotflinte lässt sich auch ein Einzelgeschoss, ein sogenanntes Flintenlaufgeschoss, abfeuern. Dessen Wirkung ist einer Kugel ähnlich – nur auf kürzere Distanz. Auf ein solch massives Geschoss verzichtete der mutmaßliche Trump-Attentäter, wie er schrieb. Stattdessen nahm er Schrotpatronen mit, voller Kügelchen.
Aktuelles LexikonWas ist Schrot?

Begriff für zerkleinerte Körner oder Kügelchen, die in einer Patrone zusammengepackt werden.
Von Johanna Pfund