Europa-Wahlkampf:Scholz, sein Gesicht und sein Wort

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Samstag in Hamburg: Olaf Scholz eröffnet den Europawahlkampf seiner SPD. (Foto: Georg Wendt/dpa)

Der Bundeskanzler macht "Besonnenheit" zum Motto seines Europawahlkampfes. Entweder weil dies seiner Überzeugung entspricht - oder weil die sich als praktisch erweist.

Kommentar von Daniel Brössler

Wenn das flächenmäßig größte Land des Kontinents das zweitgrößte überfällt, wenn es die Bevölkerung dieses Nachbarn mit Terror überzieht und sich das fremde Territorium einzuverleiben wünscht, dann stellen sich Schicksalsfragen nicht nur für Europa, sondern auch für die Europäische Union. Schon deshalb, weil der Aggressor, Russland, sich dem längerfristigen Ziel verschrieben hat, die demokratische und freiheitliche EU zu zerstören - und der Überfallene, die Ukraine, den Wunsch verfolgt, sich dieser EU anzuschließen. Als wichtiges Thema der Europawahl im Juni versteht sich der russische Angriffskrieg damit von selbst. Wobei auch klar ist: Der Ausgang der Wahl wird den Kriegsverlauf nicht beeinflussen. Umgekehrt ist das anders: Der Krieg prägt auch diese Wahl.

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