Aktuelles LexikonWas ist ein Performer? Und was ein Improver?

Wer arbeitet hier wohl am besten? Schwer zu sagen. Deshalb versuchen Firmen immer wieder, ihre Mitarbeiter in Kategorien einzuordnen. 
Wer arbeitet hier wohl am besten? Schwer zu sagen. Deshalb versuchen Firmen immer wieder, ihre Mitarbeiter in Kategorien einzuordnen. 
Matthias Ferdinand Döring

Unternehmen teilen allzu gern ihre Mitarbeiter in Leistungsklassen ein, was regelmäßig zu Ärger führt. So geschehen beim Softwarekonzern SAP, der drei neue Kategorien erschaffen hat.

Von Joachim Käppner

SZ bei Google bevorzugen

Im Gespräch mit der SZ hat Christian Klein, Chef des Softwarekonzerns SAP, das „Performance Management“ seiner Firma verteidigt. Man müsse den Mitarbeitern deren Leistung ehrlich widerspiegeln: „Nicht jeder ist ein Top-Performer“. Die Unterscheidung der Beschäftigten in Performer, Achiever und Improver hatte in der Belegschaft 2025 erheblichen Unmut ausgelöst, sollte aber die „Winning Culture“, also eine Siegerkultur, bei SAP voranbringen. Als Performer gelten demzufolge Hochleister, als Achiever (vom englischen to achieve, etwas erreichen) diejenigen, die ihren Job zufriedenstellend erledigen, und als Improver jene, bei denen noch Luft noch oben wäre (to improve, sich verbessern). Um Leistungsbewertungen in Firmen gibt es oft Streit. Die einen halten sie für diskriminierend, die anderen für einen Ausdruck von Transparenz. Verwirrend kann die Sache werden, wenn anderswo zwischen Low Performern (Minderleistern) und High Performern (Hochleistern) unterschieden wird. Ob es auch High Improver und Low Improver gibt? Letztere hätten wohl jeden Versuch aufgegeben, das Wesen der Winning Culture zu verstehen, und innerlich den Status eines Don’tgiveafuck- Typen angenommen.

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SAP-Chef Christian Klein
:„Nicht jeder ist ein Top-Performer“

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SZ PlusInterview von Tobias Bug und Alexander Mühlauer

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