MeinungSachsen-AnhaltEs wird Zeit, sich vom Prinzip Hoffnung zu trennen

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Kommentar von Iris Mayer

Lesezeit: 4 Min.

Die Begeisterung für Ulrich Siegmund, den Spitzenkandidaten der AfD, nahm im Wahlkampf beinahe Züge einer Massenhysterie an.
Die Begeisterung für Ulrich Siegmund, den Spitzenkandidaten der AfD, nahm im Wahlkampf beinahe Züge einer Massenhysterie an.
Heiko Rebsch/Heiko Rebsch/dpa

Die AfD dürfte die Landtagswahl mit großer Mehrheit gewinnen. Die Frage ist, ob sie auch regieren kann. Wer glaubt, das gehe nur den Osten etwas an, der irrt.

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An diesem Sonntag wird gewählt in Sachsen-Anhalt. Und noch nie erschien der Abgrund vor einer Landtagswahl näher als vor dieser. Alles deutet darauf hin, dass die AfD mit weitem Abstand gewinnt. Fragt sich nur noch, ob der Vorsprung so groß sein wird, dass die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei zum ersten Mal auch regieren kann in einem Bundesland. Dann bekäme sie direkten Zugriff auf Polizei und Verfassungsschutz, Schullehrpläne und Kulturpolitik. Sie bekäme große finanzielle und strukturelle Ressourcen für ihren Kulturkampf, dessen Ziel ein anderes, ein autoritär regiertes Land ist. Und keiner sollte daran zweifeln, dass sie diese Ressourcen nutzen würde.

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