MeinungSachsen-AnhaltDer Wechsel kommt spät, vielleicht zu spät – richtig ist er trotzdem

Portrait undefined Iris Mayer

Kommentar von Iris Mayer

Lesezeit: 2 Min.

Nun soll er die Bühne allein bekommen: Sven Schulze (links), hier vor sechs Wochen auf dem CDU-Landesparteitag mit seinem Vorgänger Reiner Haseloff.
Nun soll er die Bühne allein bekommen: Sven Schulze (links), hier vor sechs Wochen auf dem CDU-Landesparteitag mit seinem Vorgänger Reiner Haseloff. (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

Ministerpräsident Reiner Haseloff will seinem Wunschnachfolger Sven Schulze nun doch schon Ende Januar, also vor der Landtagswahl, Platz machen. Ein riskantes Last-Minute-Experiment ist das.

Sachsen-Anhalt darf nicht zum Experimentierfeld werden. Das war der Satz, den die CDU in den vergangenen Monaten immer wieder gesagt hat. Gemeint war: Wenn die rechtsextreme AfD bei der Landtagswahl im September tatsächlich eine absolute Mehrheit holen und regieren sollte, bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Nicht nur Sachsen-Anhalt wäre dann ein anderes Land, auch die Bundesrepublik wäre in einem Maße erschüttert, das sich nur schwer kalkulieren lässt. Dann werde sich die Systemfrage stellen, so hat es Ministerpräsident Reiner Haseloff gesagt. Dass er nun in allerletzter Minute selbst ein Experiment wagt, das er selbst lange abgelehnt hat, zeigt den Ernst der Lage – und die Panik der CDU.

Zur SZ-Startseite

Sachsen-Anhalt
:Fliegender Wechsel geplant

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff will schon im Januar an seinen Nachfolger Sven Schulze übergeben – vorausgesetzt, die Koalitionspartner spielen mit.

SZ PlusVon Iris Mayer

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: