Glaubt man Meinungsforschern, teilt nur eine Minderheit der Menschen, die in Sachsen-Anhalt die rechtsextreme AfD gewählt haben, ein eindeutig rechtsextremes Weltbild. Die Vergangenheit, in die sich deren Wähler zurücksehnen, dürfte in den allerwenigsten Fällen das Dritte Reich sein. Es bleibt verstörend, dass so viele Menschen in den Erfahrungen der deutschen Geschichte keinen Hinderungsgrund mehr sehen, für Rechtsextremisten zu stimmen. Mindestens so besorgniserregend ist allerdings der Blick auf die Gegenwart. Zum Markenkern der AfD gerade in Sachsen-Anhalt gehört die Verharmlosung einer gewalttätigen und militaristischen Diktatur. Viele Menschen haben die AfD nicht trotz, sondern auch wegen ihrer Sympathie für das Russland Wladimir Putins gewählt. Auch deshalb markiert diese Wahl eine Zäsur.
MeinungLandtagswahlWie gut Sachsen-Anhalt in Putins Puzzle passt

Kommentar von Daniel Brössler
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Ulrich Siegmund am Montag in der Bundespressekonferenz mit den Parteivorsitzenden Tino Chrupalla und Alice Weidel: Die Sympathie für Putins Russland gehört zum Markenkern der AfD.
Bernd von Jutrczenka/dpaDie Sympathie für das autoritäre Russland gehört zum Markenkern der AfD. Eine Landesregierung unter ihrer Führung kann sich für Moskau als sehr nützlich erweisen.
