Je länger der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert, desto stärker verändern die Besuche in dem überfallenen Land ihren Charakter. Wer im ersten Kriegsjahr nach Kiew und in andere Teile der Ukraine reiste, tat es vor allem auch als Augenzeuge. Für die Ukrainer war wichtig, dass die von den russischen Besatzern verübten Verbrechen gesehen werden. Allein darin lag schon ein willkommenes Zeichen der Solidarität. Bei der inzwischen vierten Ukraine-Reise von Außenministerin Annalena Baerbock seit der Invasion stand nun stärker der verlässliche und dauerhafte Beistand im Mittelpunkt. Für die Ukrainer ist lebenswichtig, dass ihre Unterstützer auch nach 565 Tagen des Krieges keine Ermüdung zeigen.
MeinungRusslands Krieg gegen die UkraineWas in Kiew zu lernen ist

Kommentar von Daniel Brössler
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Der Westen stellt sich auf einen langen Krieg in der Ukraine ein. Das sollte ihn nicht verleiten, nötige Waffenlieferungen zu vernachlässigen.
