Russland:Putin inszeniert sich als Weltenlenker

Russland: Wladimir Putin stimmt sich auf die bevorstehenden Wahlen ein, am Dienstag bei einer Rede vor dem Weltkonzil des russischen Volkes.

Wladimir Putin stimmt sich auf die bevorstehenden Wahlen ein, am Dienstag bei einer Rede vor dem Weltkonzil des russischen Volkes.

(Foto: Mikhail Klimentyev / Sputnik / Kreml/via Reuters)

Der Wahlkampf beginnt. Um sein Amt bangt der russische Präsident wohl nicht. Aber der Bevölkerung ist er doch ein paar Erklärungen schuldig.

Kommentar von Frank Nienhuysen

In zwei Wochen beginnt in Russland der Wahlkampf, und wenn Wladimir Putin auch nicht kämpfen muss um sein Amt, so muss er sich doch zumindest sehr rechtfertigen vor der Bevölkerung, der er so vieles abverlangt. Es geht immerhin um sechs weitere Jahre als Kremlchef. Jetzt hat er schon mal damit angefangen. Putin ließ sich per Video zu einer Tagung des Weltkonzils des Russischen Volkes schalten, wo er den Westen niedermachte und sich selber natürlich groß. Das moderne Russland habe seine Souveränität als Weltmacht wiedergewonnen, sagte er etwa, was ihm besonders wichtig ist. Denn in der fernen Welt der Außenpolitik lassen sich Ursachen und Wirkungen von Problemen am leichtesten umdeuten oder eine Partnerschaft mit Nordkorea wirkungsvoll übertreiben.

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