Ukraine:Putin träumt von sowjetischer Größe

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Wladimir Putin betreibt rückwärtsgewandte Bestandssicherung mit militärischen Mitteln. (Foto: Mikhail Metzel/AP)

Mit westlichen Waffen macht Kiew den Krieg für Moskau teurer und verlustreicher. Doch das Momentum ist auf russischer Seite – schließlich will der Herrscher im Kreml noch mehr. Viel mehr.

Kommentar von Tomas Avenarius

Der Auftritt vor dem Bundestag war – erwartungsgemäß – beeindruckend. Es war vielleicht nicht die beste, die aufwühlendste Rede von Wolodimir Selenskij. Aber auch unter der Reichstagskuppel appellierte der Präsident überzeugend an jene, welche die Ukraine nicht als Teil Europas sehen, sondern als geopolitische Scherbe der zerbrochenen UdSSR. Es ist ebendiese verquere Sichtweise, die Menschen daran zweifeln lässt, ob es richtig ist, Kiew zu unterstützen, und die Wladimir Putins Erzählung von der Ukraine als ewigem Teil Russlands im Westen Anhänger finden lässt. Umso wichtiger war auch, was Olaf Scholz dem Gast auf der „Wiederaufbau-Konferenz“ in Berlin versprochen hat: „Es wird keinen militärischen Sieg und keinen Diktatfrieden geben.“

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Von Cathrin Kahlweit

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