MeinungSchließung des Goethe-InstitutsNiemand hat dem deutsch-russischen Austausch mehr geschadet als Putin

Kommentar von Julian Hans

Lesezeit: 2 Min.

Das Goethe-Institut musste seine Arbeit in Russland schon vor Jahren auf Sprachkurse und Weiterbildungen für Deutschlehrer beschränken.
Das Goethe-Institut musste seine Arbeit in Russland schon vor Jahren auf Sprachkurse und Weiterbildungen für Deutschlehrer beschränken.
Ramil Sitdikov/Reuters

Ist die Bundesregierung mit der Schließung des Russischen Hauses in Berlin zu weit gegangen? Aber nein. Schon seit 2015 ist es der Kreml, der mutwillig die kulturellen Bande zerstört.

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Nur in Diktaturen wird Völkerfreundschaft vom Staat verordnet. Echte Freundschaft entsteht zwischen Menschen, durch Begegnungen und regelmäßigen Austausch. Über die Jahre kann so ein Vertrauen wachsen, das auch Gespräche über empfindliche Themen ermöglicht. Die Politik kann dafür Rahmenbedingungen schaffen. Sie kann sie aber auch zielgerichtet zerstören. Mit der Schließung des Russischen Hauses in Berlin habe die Bundesregierung „sich endgültig dafür entschieden, ihren Einfluss nicht über offene, ehrliche und kulturelle Beziehungen auszuüben“, klagt Russlands Außenminister Sergej Lawrow. Und der Berliner Landesverband des BSW sekundiert ihm mit einer Kundgebung in der Friedrichsstraße unter dem Motto „Brücken statt Mauern“.

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