MeinungGeopolitikRubios Besuch bei Orbán zeigt, welches Europa die USA wollen

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Kommentar von Nicolas Richter

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Rubios Reiseplan hat den US-Außenminister im Anschluss an die Münchner Sicherheitskonferenz zum ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán geführt.
Rubios Reiseplan hat den US-Außenminister im Anschluss an die Münchner Sicherheitskonferenz zum ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán geführt. Bernadett Szabo/REUTERS

Der US-Außenminister hätte nach der Sicherheitskonferenz nach Brüssel oder Paris reisen können. Stattdessen besucht er einen illiberalen Euro-Skeptiker in Budapest.

Marco Rubio hat bei der Münchner Sicherheitskonferenz mehrere Botschaften untergebracht: Einerseits pries der US-Außenminister das Gemeinsame zwischen Amerika und Europa, andererseits versuchte er, Europas Regierungen auf die rechtspopulistische Maga-Ideologie von US-Präsident Donald Trump einzuschwören. Sollte da noch jemand Hilfe bei der Interpretation brauchen, genügt ein Blick auf Rubios Reiseplan. Der hat den Außenminister zu zwei Verfechtern der illiberalen Demokratie geführt, zu zwei notorischen Kritikern der Europäischen Union: am Sonntag zum slowakischen Regierungschef Robert Fico und am Montag zum ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, dem Rubio unverhohlen Wahlkampfhilfe leistete.

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