MeinungKoalitionskriseDieser Regierung hilft nur noch eines, um zu bestehen: eine echte Rentenreform

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Kommentar von Lisa Nienhaus

Lesezeit: 3 Min.

Vordergründig geht's um Haltelinien: Friedrich Merz und Bärbel Bas sondieren, ob sie sich an Strukturprobleme wagen sollen.
Vordergründig geht's um Haltelinien: Friedrich Merz und Bärbel Bas sondieren, ob sie sich an Strukturprobleme wagen sollen. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Friedrich Merz, Bärbel Bas und Co. scheuen es, die Strukturprobleme im Sozialen anzugehen. Sie fürchten, dass das die Populisten beflügelt. Dabei ist das Gegenteil der Fall.

Bundeskanzler Friedrich Merz und Sozialministerin Bärbel Bas haben eines gemeinsam: Sie sprechen eine Sprache, die jeder versteht; die Deuterin des politischen Berlin ebenso wie der Stahlarbeiter aus Duisburg und die Rentnerin aus dem Sauerland. Ja, ihnen rutschen deshalb auch peinlich flapsige Formulierungen heraus: von „Stadtbild“ bis „Bullshit“. Aber davon abgesehen ist die Direkt- und Offenheit eigentlich ein Vorteil. Sie ist das, was die Wähler sich nach den Jahren mit Angela Merkel und Olaf Scholz gewünscht hatten. Und sie ist auch das, was zur Lage des Landes passt. Mit klarer Sprache die (aktuell vor allem wirtschaftlichen) Probleme benennen – und dann angehen. So hatte man sich das vorgestellt.

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Sozialreformen
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Wenn die Unionsfraktion ihrem Rentenpaket nicht zustimme, „dann wird die Unruhe in meiner Partei und Fraktion groß werden“, sagt die Arbeitsministerin und SPD-Chefin. Sie signalisiert aber Entgegenkommen der SPD bei anstehenden Reformen.

SZ PlusVon Daniel Brössler, Roland Preuß und Henrike Roßbach

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