MeinungRenteDer Klassenkampf geht in die zweite Runde

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Bärbel Bas beim Bundeskongress der Jungsozialisten in Mannheim.
Bärbel Bas beim Bundeskongress der Jungsozialisten in Mannheim. (Foto: Harald Tittel/dpa)

Es ist gut, wenn auch die Sozialdemokraten endlich einen Vorschlag vorlegen, das System finanzierbar zu halten. Zu lange haben sie sich verweigert. Der hier hat aber seine Tücken.

Bärbel Bas hat kürzlich etwas geäußert, das – gelinde gesagt – nicht zu Ende gedacht war: Die sogenannte Haltelinie bei der Rente werde aus Steuermitteln finanziert, erklärte Bas auf dem Arbeitgebertag. Deshalb belaste sie die Beitragszahler nicht. Nun ist es so, dass die meisten Menschen, die Sozialbeiträge zahlen, eben auch Steuerzahler sind. Wenn man ihnen etwas aus der rechten Hosentasche nimmt, tut es genauso weh, wie wenn man es aus der linken Hosentasche nimmt. Insofern war es zwar nicht freundlich, dass die Arbeitgeber die Bemerkung mit Gelächter quittierten. Aber es war verständlich. So kommt das Land in der Rentendebatte nicht weiter. Auch nicht mit der späteren Klassenkampf-Eskalation.

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