MeinungRegierungserklärungScholz wagt sich weit vor

Kommentar von Cerstin Gammelin

Lesezeit: 3 Min.

Das "Wir" betonen und das "Uns": Bundeskanzler Olaf Scholz bei seiner ersten Regierungserklärung im Bundestag, 15. Dezember.
Das "Wir" betonen und das "Uns": Bundeskanzler Olaf Scholz bei seiner ersten Regierungserklärung im Bundestag, 15. Dezember.
Sean Gallup/Getty Images

Alles werde wieder so sein wie früher, wie vor der Pandemie: In seiner ersten Regierungserklärung gibt Olaf Scholz ein großes Versprechen. Daran wird er künftig gemessen werden, bei jeder Wahl.

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Deutsche Kanzler und Kanzlerinnen haben in ihren ersten Regierungserklärungen stets den Zauber zu entfachen versucht, den der Schriftsteller Hermann Hesse jedem Anfang zuschreibt. "Mehr Demokratie wagen", forderte Willy Brandt. "Lassen Sie uns also alle damit überraschen, was wir in diesem Land können", versprach Angela Merkel. Zuversicht, Vorfreude, Neues. Von Olaf Scholz, der sich am Mittwoch erklärt hat, wird ein ungewöhnliches Versprechen bleiben: dass das alte Leben zurückkommen wird.

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