MeinungRecep Tayyip ErdoğanMan kann ihn auch einfach abwählen

Portrait undefined Raphael Geiger

Kommentar von Raphael Geiger

Lesezeit: 3 Min.

Es gibt sie, die türkische Zivilgesellschaft, und sie ist nicht nur national, sondern auch demokratisch geprägt.
Es gibt sie, die türkische Zivilgesellschaft, und sie ist nicht nur national, sondern auch demokratisch geprägt. Dilara Senkaya/Reuters

Die Türkei war nie eine perfekte Demokratie - und doch ist das demokratische Bewusstsein hier tief verwurzelt. Woran es liegt, dass dem Land das Unwahrscheinliche gelingen könnte: einen Autokraten in der kommenden Wahl abzulösen.

Nun ist es also so, dass Recep Tayyip Erdoğan die Abwahl fürchten muss. Bitte? Man erschrickt fast, während man es schreibt. Noch ist das nicht passiert, noch sind es sechs Tage bis zu den Wahlen. In den Umfragen ist es knapp. Vielleicht gewinnt er, vielleicht verliert er. Man müsste in der Geschichte lange suchen, um einen Fall zu finden, der sich damit vergleichen lässt: Ein Staatschef, der sich sein Land unterworfen hat, der nie mehr von der Macht lassen will, ein Autokrat also, soll sich aus dem Palast vertreiben lassen im Rahmen einer demokratischen Wahl?

Zur SZ-Startseite

Vor den Wahlen in der Türkei
:Die offene kurdische Wunde

Bei den türkischen Wahlen kommt es auch auf die Kurden an: Stimmen sie für Erdoğans Widersacher Kemal Kılıçdaroğlu? Nur so kann er gewinnen. Doch seine Partei hat die Kurden früher verfolgt.

SZ PlusVon Raphael Geiger

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: