MeinungBeisetzung von Ratko MladićMit diesem Serbien kann die EU keine Beitrittsverhandlungen führen

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Kommentar von Tobias Zick

Lesezeit: 2 Min.

Am Montag wurde Ratko Mladić in der serbischen Hauptstadt Belgrad beigesetzt.
Am Montag wurde Ratko Mladić in der serbischen Hauptstadt Belgrad beigesetzt.
Uros Arsic/Reuters

Dass ein Kriegsverbrecher ein Begräbnis mit höchsten militärischen, staatlichen und kirchlichen Ehren bekommt, ist ein politisches Statement. Und es muss Konsequenzen haben.

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Sollten noch Zweifel daran bestanden haben, wie die serbische Führung das Leben und Wirken von Ratko Mladić bewertet, so hat sie diese Zweifel jetzt ausgeräumt. Mladić, im Alter von 84 Jahren in einem UN-Gefängnis in Den Haag gestorben, wurde am Montag in Belgrad mit höchsten militärischen, staatlichen und kirchlichen Ehren beigesetzt. Sein Grab befindet sich neben dem seiner Tochter Ana, die sich 1994 das Leben genommen hatte – offenbar unter dem Eindruck der Grausamkeiten des Bosnienkrieges, die ihr Vater mitverantwortete. Tausende Menschen nahmen nun an seiner Beisetzung teil, darunter Minister des amtierenden Kabinetts. Eine Ehrengarde feuerte einen dreifachen Salutschuss ab. Menschen riefen ihrem „General“ Worte wie „Ehre dem Helden!“ nach. Das regierungsnahe Oberhaupt der serbisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Porfirije, sagte in seiner Trauerrede, Mladić habe „sein Leben für die Freiheit, die Verteidigung und das Überleben seines Volkes gegeben“.

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