QuoteKeine Ausreden mehr

Das Kabinett hat die Quote für Vorstände großer Konzerne beschlossen. Zu lange konnten sich die Führungsverantwortlichen vor der Frauenförderung drücken. Das ist nun vorbei.

Von Henrike Roßbach

Die Zustimmung des Kabinetts zur Frauenquote für die Vorstände großer Konzerne war überfällig. Und doch ist es traurig, ja geradezu peinlich, dass ein solcher Schritt überhaupt notwendig wurde.

Über Jahrzehnte haben Frauen bei Schulbildung, Studium und Berufswahl aufgeholt. Ihr Aufstieg in die Chefetagen hat aber nicht im gleichen Tempo mitgehalten. Ja, Teilzeit und Berufswahl erklären einen Teil des Frauendefizits in den Führungsetagen, wo die Luft dünn wird. Trotzdem ist es so, dass Männerklubs sich allzu sehr daran gewöhnt haben, die Spielregeln allein festzulegen - und jeder Frau, die anders als von ihnen erdacht Karriere machen wollte, mehr oder weniger freundlich zu verstehen gaben: dann halt nicht.

Geht nicht, gibt's nun aber nicht mehr. Geteilte Spitzenpositionen, Boni für Chefs, die Frauen auf Höheres vorbereiten, Betriebskitas und Mindestelternzeitmonate für Väter: Unternehmen haben heute viele Möglichkeiten, für eine fairere Verteilung der Macht zu sorgen. Die Zeiten jedenfalls sind vorbei, in denen Firmenchefs auf verständnisvolles Nicken hoffen durften, wenn sie der Meinung waren, dass mehr Frauen ihnen "in diesen Zeiten" nicht auch noch zugemutet werden könnten.

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