Putschisten:Im Griff der Generäle

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Putschisten: In Myanmar ist der gewaltlose Widerstand schon erschöpft, der Vielvölkerstaat droht nun zu implodieren.

In Myanmar ist der gewaltlose Widerstand schon erschöpft, der Vielvölkerstaat droht nun zu implodieren.

(Foto: AFP)

Allein 2021 gab es fünf Militärcoups auf der Welt. Die Zeit ist günstig für eine Machtergreifung. Zumindest von außen ist wenig Druck zu erwarten.

Kommentar von Arne Perras

Im Heucheln sind sie gut. Sie geben den selbstlosen Beschützer und tun so, als wollten sie ihre Länder vor dem Untergang bewahren. Doch tatsächlich entpuppen sie sich als Fürsten der Finsternis, als Diktatoren in Uniform, die Millionen Menschen in Knechtschaft halten. Für machthungrige Generäle scheinen die Bedingungen günstig zu stehen. Fünf Putsche hat es allein im vergangenen Jahr gegeben, vier davon in Afrika. Der UN-Generalsekretär beklagte bereits eine "Epidemie von Coup d'Etats". Zwar ist das Bild von der Ansteckung schief, weil jeder Putsch seine eigene Geschichte hat. Dennoch wirkt die Häufung der Fälle bedrohlich, zumal die Staatengemeinschaft wenig Einsatz zeigt, um Gewaltherrscher zu zügeln.

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