Wenn ein Wutanfall das Adrenalin durch die Blutbahnen schießen lässt, verschieben sich Grenzen. Das Hormon steigert die Herzfrequenz, hebt den Blutdruck, weitet die Bronchiolen und hilft, schnell Energiereserven anzuzapfen. Der von Wut übermannte Körper ist bereit, zu fliehen oder zu kämpfen, und kurzfristig in der Lage, physisch grenzwertige Dinge zu leisten. Ausgelöst wird der von Spannung und Feindseligkeit gekennzeichnete emotionale Ausnahmezustand durch Frustration aufgrund echter oder gefühlter Verletzungen oder Ungerechtigkeiten, so die American Psychological Association in einer Definition. Klar ist: Diese Grundemotion aktiviert und führt zu Verhaltensweisen, die auf die Beseitigung des Auslösers abzielen. So gilt Wut als eine wesentliche Vorbedingung für Aggression, und wer wirklich rasend wütend ist, neigt zum Kontrollverlust. Ob sich nun die Operation „Epic Fury“ (Epische Wut), wie der Angriff der USA und Israels auf Iran getauft worden ist, angesichts dessen als Wutanfall begreifen lässt? Ganz gewiss spielt Wut zumindest eine wesentliche Rolle.
Aktuelles LexikonWas ist Wut?

Es ist ein emotionaler Ausnahmezustand, der den Körper zu besonderen Leistungen befähigt. Und nun auch im Nahen Osten eine Rolle spielt.