Otfried Preußler war kein Nazi-Schriftsteller, auch wenn er kurz probiert hat, es zu werden. Er hätte, wären die Dinge anders gelaufen, wohl ein Nazi-Schriftsteller sein können, aber man weiß das glücklicherweise nicht. Und darum geht es eigentlich auch nur zum allerkleinsten Teil bei der kulturkämpferischen Aufregung, die in den vergangenen Wochen entstanden ist um Preußler und das sehr unaufgeregte Gymnasium in Pullach bei München, das ihn als Namenspatron gerne loswerden will. Schulleitung und Schülerschaft - also Lehrer, Kinder und Jugendliche - werden seit Wochen von eilfertigen Verteidigern des deutschen Kulturerbes aus ganz Deutschland mit Vorwürfen überzogen, stumpf und woke zu sein.
MeinungOtfried PreußlerDer Hotzenplotz nach dem Hitler

Kommentar von Meredith Haaf
Lesezeit: 3 Min.

Ein Gymnasium in Pullach wird in ganz Deutschland zum Thema, weil es nicht mehr nach dem Kinderbuchautor benannt sein will. Wer der Schule vorwirft, nur woke zu sein, hat nicht kapiert, worum es hier geht.
