MeinungOtfried PreußlerDer Hotzenplotz nach dem Hitler

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Kommentar von Meredith Haaf

Lesezeit: 3 Min.

Preußlers berühmtester Held: der Räuber Hotzenplotz, 1973 dargestellt von Gert Fröbe.
Preußlers berühmtester Held: der Räuber Hotzenplotz, 1973 dargestellt von Gert Fröbe. Goebel/dpa

Ein Gymnasium in Pullach wird in ganz Deutschland zum Thema, weil es nicht mehr nach dem Kinderbuchautor benannt sein will. Wer der Schule vorwirft, nur woke zu sein, hat nicht kapiert, worum es hier geht.

Otfried Preußler war kein Nazi-Schriftsteller, auch wenn er kurz probiert hat, es zu werden. Er hätte, wären die Dinge anders gelaufen, wohl ein Nazi-Schriftsteller sein können, aber man weiß das glücklicherweise nicht. Und darum geht es eigentlich auch nur zum allerkleinsten Teil bei der kulturkämpferischen Aufregung, die in den vergangenen Wochen entstanden ist um Preußler und das sehr unaufgeregte Gymnasium in Pullach bei München, das ihn als Namenspatron gerne loswerden will. Schulleitung und Schülerschaft - also Lehrer, Kinder und Jugendliche - werden seit Wochen von eilfertigen Verteidigern des deutschen Kulturerbes aus ganz Deutschland mit Vorwürfen überzogen, stumpf und woke zu sein.

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Diskussion um Otfried Preußler
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