MeinungPrantls BlickMerz, der Brandmauer-Specht

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Von Heribert Prantl

Lesezeit: 3 Min.

Nach vorne? Oder vielmehr zurück? CDU-Chef Friedrich Merz fordert bei der Klausurtagung des Parteivorstands die Aberkennung der Staatsbürgerschaft von Straftätern mit zwei Pässen.
Nach vorne? Oder vielmehr zurück? CDU-Chef Friedrich Merz fordert bei der Klausurtagung des Parteivorstands die Aberkennung der Staatsbürgerschaft von Straftätern mit zwei Pässen. (Foto: Marcus Brandt/dpa)

Der Kanzlerkandidat der Union übernimmt rechtsextreme Forderungen und erklärt Bürger mit einer Doppelstaatsbürgerschaft zu Halbdeutschen. Das ist eine Art Verkicklichung der CDU.

Friedrich Merz ist ein Mauerspecht. Er ist der Mauerspecht des Jahres 2025. Die Mauer, die er bearbeitet, ist die Brandmauer zwischen CDU und AfD. Die alten Mauerspechte, die von 1989, waren aktiv nach dem Fall der Berliner Mauer: Es handelte sich um Souvenirjäger und um professionelle Händler, die mit Stücken, die sie aus der gefallenen Mauer herausgehämmert hatten, Geschäfte machen wollten. Der Mauerspecht von heute, der Mauerspecht Merz, will auch Geschäfte machen – keine kleinen kommerziellen Geschäfte wie die Mauerspechte von damals. Er will große Geschäfte machen, große politische Geschäfte: Er will Kanzler werden, indem er in seinem Programm zur Bundestagswahl rechtsextreme Forderungen komplett übernimmt.

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