MeinungPrantls BlickWer schweigt, stimmt zu

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Von Heribert Prantl

Lesezeit: 5 Min.

Im Transplantationszentrum am Universitätsklinikum wird eine Niere beim Empfänger transplantiert.
Im Transplantationszentrum am Universitätsklinikum wird eine Niere beim Empfänger transplantiert. Waltraud Grubitzsch/dpa

Weil es zu wenige Organspender gibt, will der Bundestag eine Regel des mittelalterlichen Kirchenrechts aus dem Jahr 1298 wieder einführen.

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Im Bundestag gibt es einen neuen Anlauf für ein spektakuläres Vorhaben. Es soll in einer wichtigen, in einer fundamentalen, einer existenziellen Angelegenheit ein Rechtssatz aus dem mittelalterlichen Kirchenrecht wieder eingeführt werden. Dieser Rechtssatz aus dem Jahr 1298 heißt auf Lateinisch so: „Qui tacet, consentire videtur.“ Auf Deutsch wird er so übersetzt: „Wer schweigt, stimmt zu.“

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