Prantls BlickWenn wir Flüchtlinge wären

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Viele Menschenleben konnte die Organisation „Sea-Eye“ mit ihren Schiffen schon retten – wie hier 2021 vor Sizilien.
Viele Menschenleben konnte die Organisation „Sea-Eye“ mit ihren Schiffen schon retten – wie hier 2021 vor Sizilien. GIOVANNI ISOLINO

Befänden wir uns auf der Flucht, wer würde uns dann helfen wollen, helfen können: Der Staat? Oder private Vereine und Akteure? Und wenn es die Städte und Gemeinden täten?

Von Heribert Prantl

Das Selbstverständliche soll, muss wieder selbstverständlich werden, auch oder gerade wenn es um Flüchtlinge geht. Selbstverständlich war und ist es seit jeher, dass Menschen in höchster Not Hilfe erhalten. Zigtausende Flüchtlinge hätten Hilfe gebraucht, aber sie haben keine Hilfe erhalten. Sie sind auf ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunken. Die Schiffe der Europäischen Union sind an ihnen vorbeigefahren. Die Hubschrauber der Europäischen Union sind über sie hinweggeflogen. Die Politikerinnen und Politiker der Europäischen Union haben über sie hinweggeredet. Ihr Reden läuft auf den Satz hinaus: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.

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