Nairobi, die Hauptstadt von Kenia, ist eine schnell wachsende Metropole mit viereinhalb Millionen Einwohnern und einem riesigen Naturpark – tausend Hektar Grün innerhalb der Stadtgrenzen. Der Karura-Wald ist einer der weltweit größten Stadtwälder, man nennt ihn die grüne Lunge Nairobis; ohne ihn wäre die Stadt vielleicht schon erstickt. Dass das bislang nicht passiert ist, ist einer Frau zu verdanken, die man etwas lieblos „Umweltaktivistin“ genannt hat. Als die Regierung den Grund und Boden Ende der Neunzigerjahre an Investoren verkaufen wollte, mobilisierte sie die Bürger, um gegen den Landraub zu protestieren. Die stellten sich mit Stöcken und Macheten den Truppen entgegen, die mit Bulldozern und Kettensägen anrückten. Sie vertrieben erst die Spekulanten und dann die Räuberbanden, die den Wald unsicher machten. Es war ein Kampf um das Gemeingut, um gemeinsame Lebensräume und darum, wer von ihnen profitieren darf.
MeinungPrantls BlickAufgeben ist keine Lösung

Von Heribert Prantl
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Wanjira Mathai, hier bei einem Auftritt in New York 2023, setzt sich für eine nachhaltige Zukunft ein und möchte gleichzeitig Kinder, Frauen und Familien stärken.
BRYAN BEDDER/Getty Images via AFPWas Europa von Afrika lernen kann. Gedanken zu einer Preisverleihung an die kenianische Umwelt- und Sozialaktivistin Wanjira Mathai.
