Am Montag ist der Welt-Aids-Tag. Das ist ein Tag, an dem man kapiert, was ein Einzelner vermag – im Guten und im Schlechten. Vor vierzig Jahren war das im Guten die damalige bundesdeutsche Gesundheitsministerin Rita Süssmuth (CDU), die gegen alle Widerstände für Prävention und Aufklärung bei der Aids-Bekämpfung warb – und damit Erfolg hatte. Heute ist das im Schlechten der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Junior. Er ist ein Anti-Aufklärer. Er leugnet die wissenschaftlichen Erkenntnisse über HIV und Aids; er kürzt und stoppt die US-Gelder für die einschlägigen nationalen und globalen Gesundheitsprogramme. Dieser Kennedy ist ein Anhänger von Verschwörungsmythen. Die bisherigen Erfolge im Kampf gegen Aids sind in Gefahr.
Prantls Blick„Wir bekämpfen die Krankheit, nicht die Betroffenen“
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Aids, Rita Süssmuth und ihr später Gegner Robert F. Kennedy Jr.: Die bisherigen Erfolge im Kampf gegen HIV-Infektionen sind in Gefahr.
Von Heribert Prantl
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