In Österreich gab es soeben aufgeregte Diskussionen über eine angeblich neue Mode in der Politik: das mundartliche Reden. Im ORF-Sommerinterview hatten der SPÖ-Chef Andreas Babler, der Wiener Vizekanzler also, und die Grünen-Chefin Leonore Gewessler auf die Fragen im Dialekt geantwortet. War das, so wurde daraufhin landauf und landab gefragt, Strategie und Pose – oder war das kulturelle Selbstbehauptung und Heimatstolz? Ist das ein Zeichen von Volksnähe oder ein Indiz für Provinzialität?
Prantls BlickNach dem Mund reden
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Was ist Heimat – und was hat der Dialekt in der Politik zu suchen? Die Gesellschaft braucht den Mut zur Provinzialität.
Von Heribert Prantl
