MeinungPrantls BlickEs ist ein gutes Omen, dass die erste Regierungserklärung von Friedrich Merz keine Sternstunde war

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Von Heribert Prantl

Lesezeit: 3 Min.

In seiner ersten Regierungserklärung nahm Friedrich Merz Bezug auf Ludwig Erhards Versprechen „Wohlstand für alle“.
In seiner ersten Regierungserklärung nahm Friedrich Merz Bezug auf Ludwig Erhards Versprechen „Wohlstand für alle“. (Foto: Kay Nietfeld/Kay Nietfeld/dpa)

Ob eine Kanzlerrede gelobt oder kritisiert wird, hängt nicht von der rhetorischen Leistung des Redners ab. Entscheidend ist etwas anderes – so die Lehre der bisherigen bundesrepublikanischen Geschichte.

Der neue Bundeskanzler hatte Glück: Seine erste Rede als Kanzler im Bundestag, seine Regierungserklärung, ist ihm nicht besonders gut geraten. Warum soll das ein Glück, warum soll das ein gutes Omen sein? Weil es bisher in der bundesdeutschen Geschichte so gewesen ist, dass einer Regierungserklärung, die sogleich allgemein als Sternstunde gepriesen wurde, eine nur sehr unzureichende Regierungsleistung folgte. Nein, ich rede nicht von Willy Brandt; dessen heute in den höchsten Tönen gelobte programmatische Rede („mehr Demokratie wagen“) fand damals nur mäßigen Anklang. Das Fanal, von dem heute in den Geschichtsbüchern rühmend die Rede ist, hörte damals noch keiner. Gerühmt und berühmt wurden seine programmatischen Sätze erst später.

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