MeinungPrantls BlickFamilie ist der Ort, an dem der Mensch zu Ende geboren wird

Von Heribert Prantl

Lesezeit: 5 Min.

Die vermeintliche Idylle von Vater, Mutter, Kindern prägte die Steinzeit des Familienrechts bis weit in die Zeiten des Grundgesetzes hinein.
Die vermeintliche Idylle von Vater, Mutter, Kindern prägte die Steinzeit des Familienrechts bis weit in die Zeiten des Grundgesetzes hinein.
Scherl/SZ Photo

Wie sich das Familienrecht aus seiner Steinzeit herausgearbeitet und wer dabei mitgeholfen hat. Der Kerngedanke heute lautet: Jedes Kind hat ein Recht auf Eltern.

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Bis heute haben viele den „Schwab“ in ihrem Regal stehen: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums in drei Bänden. Von 1838 bis 1840 schuf Gustav Schwab diesen Klassiker für Kinder und Jugendliche, er wurde immer wieder neu aufgelegt und auch gern von Erwachsenen gelesen. Kein Wunder, denn es geht darin um das, was alle angeht. Es geht um sämtliche Arten von Familiendramen, die man sich vorstellen und nicht vorstellen kann: Vernachlässigung von Kindern, Ehekriege, Generationenkonflikte, Erbstreitigkeiten, außereheliche Kinder, Ödipuskomplex, Patchworkfamilien – bis hin zum Mord von Vätern und Mütter an Söhnen und von Söhnen an Müttern und Vätern.

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