Polen ist zurück. Das sagte Radosław Sikorski in Warschau in der Wahlnacht im Oktober 2023. Seine Partei Bürgerplattform hatte gewonnen, es war das Ende von acht Jahren rechtsnationaler PiS-Regierung. Sikorski wurde Außenminister. Er wollte Polen wieder auf die internationale Bühne holen, ein starkes europäisches Land repräsentieren, mit dem man verhandeln und rechnen kann. Anders als die PiS mit ihrer ewigen Anti-Haltung zu allem, vor allem zu Brüssel, aber auch zu Berlin. Gerade dort freute man sich um so mehr auf Donald Tusk. Hoffte auf eine Erholung der durch die Jahre unter den Rechtsnationalisten angeschlagenen Beziehungen.
MeinungEuropaAusgerechnet heute, wo Polen und Deutsche eng zusammenarbeiten sollten, kriselt die Beziehung

Kommentar von Viktoria Großmann
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Antrittsbesuch bei Freunden: So sah es aus, als der neue Bundeskanzler, Friedrich Merz, (rechts) am 7. Mai zu Polens Premierminister Donald Tusk nach Warschau flog.
Pool/Getty ImagesGroße Hoffnungen hatte die Bundesregierung 2023 auf die neue Regierung in Warschau gesetzt. Davon ist wenig übrig – aber das ist nicht nur Schuld der einen Seite.
