MeinungPolenDie Regierung lässt die Frauen beim Thema Abtreibung im Stich

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Kommentar von Viktoria Großmann

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Seit Jahren protestieren Polinnen gegen das Abtreibungsverbot, wie hier 2021 in Krakau. Allen Wahlversprechen zum Trotz hat sich nichts geändert. 
Seit Jahren protestieren Polinnen gegen das Abtreibungsverbot, wie hier 2021 in Krakau. Allen Wahlversprechen zum Trotz hat sich nichts geändert.  Alex Bona / dpa

Donald Tusk gewann die Wahl auch deshalb, weil er ein Recht auf legalen und sicheren Schwangerschaftsabbruch versprach.  Ohne Erfolg. Es braucht nun Männer, die das Anliegen der Frauen ernst nehmen.

Pro Abo – das heißt: Für Abtreibungen – das ist eine Losung, die man zumindest in Warschau auf vielen Hauswänden, auf Gehwegen, in Fenstern sieht. Aufgesprüht, aufgeklebt. Es ist die Forderung nach einem Recht auf legalen und sicheren Schwangerschaftsabbruch. Darin steckt auch eine Forderung nach Gleichbehandlung und die Anerkennung dessen, dass Frauen selbständig Entscheidungen treffen können. Es ist auch ein Protest gegen die frühere rechtsnationalistische PiS-Regierung und ein allgemeines Bekenntnis zu Frauenrechten und zu einem offenen, toleranten Polen.

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Frauenrechte in Polen
:„Sie haben uns benutzt, um die Wahlen zu gewinnen“

Das Recht auf Abtreibung war ein zentrales Wahlkampfversprechen von Donald Tusk. Ein Jahr später werfen viele Polinnen ihm und seiner Regierung Versagen und mangelnden Willen vor.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

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