In vielen Nationen versuchen meist nationalistisch-rechte politische Kräfte die Geschichte des Landes in ihrem Sinne umzudeuten, neu zu erzählen. Zum Beispiel in den USA, wo Teile der Republikaner eine vermeintlich patriotische Geschichtserzählung anstreben - bis hin zu der Frage, ob denn nun die Sklaverei nicht auch Vorteile für die Sklaven hatte. Oder in Polen, wo es kaum mehr erwünscht ist, über die Kollaboration mit dem NS-Regime zu reden. Oder auch in Deutschland, wo sich mit der AfD eine Partei etabliert hat, deren führende Mitglieder unter anderem die NS-Zeit nur als einen "Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte" bezeichnet haben. Wie man mit geschichtsrevisionistischen Strömungen umgehen kann, darum geht es in dieser Folge von "In aller Ruhe" mit Carolin Emcke.
Podcast „In aller Ruhe“ mit Carolin Emcke„Faschistische Revolutionen“ - Mirjam Zadoff über Trump, AfD und den globalen Rechtsruck
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Was bedeutet es, wenn geschichtsrevisionistische Kräfte erstarken? Und wie verändert sich das Gedenken an unserer NS-Geschichte in einer zunehmend diversen Gesellschaft? Darüber spricht Mirjam Zadoff, die Leiterin des NS-Dokumentationszentrums in München.
Podcast von Carolin Emcke