MeinungPiusbruderschaftSie sind die AfD der katholischen Kirche. Aber die Brandmauer des Papstes steht

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Kolumne von Heribert Prantl

Lesezeit: 4 Min.

Der Papst hat die erzkonservative Priesterbruderschaft aus der römisch-katholischen Kirche ausgeschlossen.
Der Papst hat die erzkonservative Priesterbruderschaft aus der römisch-katholischen Kirche ausgeschlossen. Alessandra Tarantino/AP/dpa

Mit der Exkommunikation ihrer Bischöfe und all ihrer Priester zieht Leo XIV. eine klare Linie – auch deswegen, weil diese sogenannten Traditionalisten rechtsextreme Strömungen nähren.

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Ich war ein Piusbruder – also einer von denen, die heute mit der römisch-katholischen Kirche im Schisma leben; genauer gesagt: Ich war nur ein Piusbrüderchen. Es ist lange, sehr lange her. Und das war so: Als 1962 das Zweite Vatikanische Konzil in Rom begann, das große Reformkonzil der Katholischen Kirche, da war ich ein kleiner Messdiener, gut aufgehoben in meiner oberpfälzischen Landpfarrei und in den vielen Gebräuchen und Ritualen, die dort zu Hause waren. Ich verstand zwar die lateinischen Gebete nicht, die ich während der Liturgie, abwechselnd mit dem Priester, zu murmeln hatte; ich hatte diese aber in monatelanger Anstrengung auswendig gelernt – denn ohne das konnte man nicht Ministrant werden.

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