MeinungFall PelicotDieser Prozess sollte erst der Anfang einer Debatte über Frauenfeindlichkeit sein

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Kommentar von Kathrin Müller-Lancé

Lesezeit: 2 Min.

Mit erhobenem Haupt verlässt Gisèle Pelicot das Gerichtsgebäude in Avignon, nachdem sie das Schlussplädoyer der Verteidigung im Prozess gegen ihren ehemaligen Ehemann gehört hat.
Mit erhobenem Haupt verlässt Gisèle Pelicot das Gerichtsgebäude in Avignon, nachdem sie das Schlussplädoyer der Verteidigung im Prozess gegen ihren ehemaligen Ehemann gehört hat.
Clement Mahoudeau/dpa

Das Gericht in Avignon verurteilt den Mann, der seine Frau zur Vergewaltigung angeboten hat, zu 20 Jahren Haft. Immerhin. Aber die Verhandlungen zeigten auch, wie patriarchalisch die Gesellschaft immer noch ist.

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14 Wochen hat dieser Prozess gedauert, 14 Wochen lang hat er Frankreich aufgewühlt, die ganze Welt schaute zu. Seit Donnerstagvormittag, kurz nach zehn Uhr, ist klar: Das Gericht hat die Höchststrafe für Dominique Pelicot verhängt, 20 Jahre Haft. Er wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Auch die Mitangeklagten wurden schuldig gesprochen. Diese Männer sind jetzt verurteilte Vergewaltiger.

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Pelicot-Prozess
:Was bleibt, ist ihre Kraft

Jahrelang wurde sie von ihrem Mann sediert und Männern zur Vergewaltigung angeboten. Aber groß machte den Prozess in Avignon vor allem Gisèle Pelicots Mut, alles öffentlich verhandeln zu lassen. Zwanzig Jahre, urteilt das Gericht. Es ist ein Anfang.

SZ PlusVon Johanna Adorján und Oliver Meiler

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