„Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut.“ Diese Sätze stehen beim Propheten Jesaja, es ist Gottes Anklage an sein abtrünniges Volk. Eine göttliche Wutrede. Papst Leo XIV. hat diese Sätze in seiner Palmsonntagspredigt zitiert, und so wie sie sich liest, hatte sie wohl eine klar umrissene Zielgruppe: jene politischen Führer im Weißen Haus und im Pentagon, die sich besonders beschützt und auserwählt wähnen von Gott, die sich von Pastoren die Hände auflegen lassen und die Gott bitten um „überwältigende Gewalt gegen jene, die kein Erbarmen verdienen“.
MeinungKatholische KirchePapst Leo XIV. erteilt der US-Politik Nachhilfe zum Thema Gott und Krieg

Kommentar von Annette Zoch
Lesezeit: 2 Min.

Der Pontifex erinnert daran, dass Gott nicht dazu dienen soll, Krieg zu rechtfertigen. Das Weiße Haus nennt er nicht - doch es fühlt sich angesprochen. Zu Recht.
