MeinungNaher OstenDie Anerkennung Palästinas durch Deutschland wäre das richtige Zeichen

Kommentar von Kristiana Ludwig

Lesezeit: 2 Min.

Hier stand einmal ein Haus: Ein UN-Vertreter zeigte in der vergangenen Woche der deutschen Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Reem Alabali Radovan (SPD), was israelische Truppen davon übrig gelassen haben.
Hier stand einmal ein Haus: Ein UN-Vertreter zeigte in der vergangenen Woche der deutschen Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Reem Alabali Radovan (SPD), was israelische Truppen davon übrig gelassen haben. Foto: Katharina Kausche/dpa

Friedrich Merz weist mit Recht darauf hin, was diesem Staat alles fehlt, um ein Staat zu sein. Er übergeht aber die Gründe dafür. Israel schafft im Westjordanland jeden Tag neue Fakten.

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Es ist ein Vorgang, wie er symbolischer nicht sein könnte. Die USA haben erklärt, dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas und anderen palästinensischen Offiziellen die Einreise zu verweigern – ausgerechnet kurz vor jener UN-Generalversammlung in New York, bei der Frankreich seine Anerkennung des Staates Palästina verkünden will. Die US-Regierung nutzt also nicht nur Argumente, um sich gegen einen möglichen Staat Palästina zu stellen. Sie schränkt schlicht Bewegungsfreiheit und Zugänge für dessen Repräsentanten ein. Genau das ist es, was das palästinensische Volk ohnehin jeden Tag von der israelischen Regierung erfährt: die Sabotage palästinensischer Staatlichkeit durch Entscheidungen der Besatzungsmacht. Durch Fakten, die geschaffen werden.

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Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan ist eigentlich dafür zuständig, Hoffnung zu machen. Im Westjordanland aber stößt sie schnell an Grenzen. Es ist eine Reise, die schmerzhafter nicht sein könnte.

Von Michael Bauchmüller

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