Die Augen der Welt sind auf diese Stadt gerichtet: Islamabad. Pakistans Hauptstadt rüstet sich für mögliche Friedensgespräche zwischen den USA und Iran. 18 000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Der griechische Städteplaner Konstantinos Apostolos Doxiadis entwickelte Islamabad Anfang der 1960er-Jahre am Reißbrett. Die Stadt teilt sich in quadratische Sektoren. J.D. Vance und seine Delegation werden, wenn es zu dem Treffen kommt, in ihren gepanzerten Fahrzeugen über breite Alleen rasen, die im rechten Winkel miteinander verbunden sind. Buchstabencodes sind in Islamabad wesentlicher Teil der Adresse. In Sektor G-5/1 steht das luxuriöse Serena-Hotel, in dem bereits die erste amerikanisch-iranische Verhandlungsrunde stattgefunden hat. Das Linksfahrgebot in Islamabad wurde von den britischen Kolonialherren hinterlassen, als sie 1947 den Subkontinent verließen; als Hauptstadt löste Islamabad den Ort Karatschi erst 1963 ab. Geschätzt 1,35 Millionen Menschen leben hier. Wahrzeichen ist die Faisal-Moschee, ein Geschenk Saudi-Arabiens. Den besten Ausblick auf diese einst größte Moschee der Welt und die Stadt haben Besucher vom Margalla-Gebirge aus. Islamabad zeichnet sich durch viel Grün aus, Bäume und Parks säumen die Wege. Kinder spielen dort gerne Cricket.
Aktuelles LexikonIslamabad

In Planquadrate eingeteilt, mit viel Grün dazwischen: Pakistans Hauptstadt Islamabad.
AAMIR QURESHI/AFPHauptstadt Pakistans, die am Reißbrett entstanden ist, und in der die Friedensverhandlungen zwischen Iran und den USA stattfinden sollen.
Von Tobias Matern