MeinungGesundheitEin einfaches Ja oder Nein zur Organspende ist zumutbar

Kolumne von Frauke Brosius-Gersdorf

Lesezeit: 3 Min.

Einen Organspendeausweis haben derzeit erst wenige.
Einen Organspendeausweis haben derzeit erst wenige. Marie Reichenbach

Sollen Bürgerinnen und Bürger zu Lebzeiten aktiv widersprechen müssen, wenn sie Herz oder Lunge nach ihrem Tod nicht weitergeben wollen? Der Bundestag diskutiert wieder darüber. Gut so.

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Vergangene Woche wurde im Bundestag wieder über die Einführung einer Widerspruchsregelung bei der Organspende diskutiert. Die war 2020 gescheitert, eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe will nun einen neuen Anlauf unternehmen. Sie schlägt vor, dass künftig jeder volljährige und einwilligungsfähige Mensch nach seinem Tod Organspender sein soll, wenn er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widerspricht. Andere Abgeordnete lehnen das ab, weil dem Grundrechte entgegenstünden.

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Sollte man einer Organspende ausdrücklich zustimmen müssen – oder reicht es, wenn man nicht widerspricht? Die Frage spaltet quer durch die politischen Lager, wie ein Gesetzentwurf zeigt.

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