MeinungVerteidigungAbrüstungsgespräche schrecken Wladimir Putin nicht ab – US-Raketen schon

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Kommentar von Daniel Brössler

Lesezeit: 2 Min.

Russland hat „Iskander“-Raketensysteme, und die Nato kann dem nichts entgegensetzen in Westeuropa.
Russland hat „Iskander“-Raketensysteme, und die Nato kann dem nichts entgegensetzen in Westeuropa. (Foto: Host Photo Agency; Ria Novosti/dpa)

Unweigerlich erinnert die Diskussion über die Stationierung von „Tomahawks“ in Deutschland an jene über den Nato-Doppelbeschluss. Damals wie heute lassen die Kritiker einen wesentlichen Punkt außer Acht.

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie ist zäh. Über Jahrzehnte schlummert sie im kollektiven Gedächtnis, um aufzuleben, wenn der historische Augenblick gekommen ist. Einen solchen Moment erlebt gerade die deutsche Sozialdemokratie. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich warnt vor einer Eskalation durch die von Bundeskanzler Olaf Scholz eingefädelte Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Dies weckt unweigerlich Erinnerungen: an die Zeit des Nato-Doppelbeschlusses, an die Friedensdemonstrationen im Bonner Hofgarten und an die Endphase der Kanzlerschaft von Helmut Schmidt. Zur Lage heute gibt es beträchtliche Unterschiede, aber eben auch frappierende und somit aufschlussreiche Parallelen.

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