MeinungÖffentlich-RechtlicheDie Sender brauchen Reformen – aber nicht Abrissbirnen

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Kolumne von Heribert Prantl

Lesezeit: 4 Min.

ARD, ZDF und Deutschlandradio genießen einen verfassungsrechtlich privilegierten Platz im Mediensystem.
ARD, ZDF und Deutschlandradio genießen einen verfassungsrechtlich privilegierten Platz im Mediensystem. Michael Kappeler/dpa

In einer Volksabstimmung haben die Schweizer eine radikale Senkung der Rundfunkgebühren mit großer Mehrheit abgelehnt. Das hat politische Strahlkraft für die deutsche Debatte um ARD, ZDF und Deutschlandfunk. Eine Hommage und eine Mahnung.

Dies ist, aus gegebenem Anlass, ein Plädoyer für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dies ist ein Loblied auf seine vielen Sendungen, die zeigen, wie aufregend, wie spannend und prickelnd Demokratie sein kann. Dies ist ein Loblied auf ein Radio und auf ein Fernsehen, das nicht von Werbekunden und nicht von Milliardären abhängig ist und das verlässliche Information bietet. Dieses Loblied ist kein Fangesang wie im Fußballstadion. Es verteidigt nicht die byzantinischen Verwaltungs- und Personalstrukturen, nicht die Intransparenz der Gremien, nicht die Fehler bei der Berichterstattung. Dies ist eine Hommage an eine Institution, die Renovierung und Reformen braucht, aber keine Abrissbirnen. ARD, ZDF und Deutschlandradio verdienen ihren verfassungsrechtlich privilegierten Platz im Mediensystem.

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SZ PlusKommentar von Joachim Käppner
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