MeinungAttentat von SolingenDie Landesregierung hat sich höchst unprofessionell verhalten

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Kommentar von Christoph Koopmann

Nach dem Messerangriff eines abgelehnten Asylbewerbers waren drei Menschen tot.
Nach dem Messerangriff eines abgelehnten Asylbewerbers waren drei Menschen tot. Thomas Banneyer/dpa

Der Untersuchungsausschuss zu der Bluttat fördert einiges zutage, das sich zu einem verstörenden Bild fügt: von Ministerinnen und Ministern, die nur Ausflüchte für all die Pannen suchen.

Da ersticht ein Dschihadist in Solingen drei Menschen. Und was macht die nordrhein-westfälische Landesregierung? Sie verhält sich wie ein Hühnerhaufen. Nach dem Attentat sagt erst Innenminister Herbert Reul (CDU) der Fluchtministerin nicht Bescheid, dass der Verdächtige ein abgelehnter Asylbewerber ist, der längst außer Landes hätte sein sollen. Als Ministerin Josefine Paul (Grüne) dann davon erfährt, tut sie erst einmal: nichts. Sie geht stundenlang nicht ans Handy, schiebt dann die Verantwortung auf Beamte in unteren Behörden. Wie nennt man das am besten? Unprofessionell.

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