Nordkorea:Treffen sich zwei Diktatoren

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Wer dieses Regime auf Augenhöhe behandelt, ist tief gesunken: In Nordkorea inszeniert das Regime einen theatralischen Empfang für Russlands Präsidenten Wladimir Putin. (Foto: Gavriil Grigorov/AP)

Wladimir Putin reist zum Staatsbesuch nach Pjöngjang. Was auf den ersten Blick die Isolation des russischen Präsidenten sichtbar machen könnte, birgt bei genauer Betrachtung eine große Gefahr.

Kommentar von Stefan Kornelius

Diktatoren-Konferenzen wie nun zwischen Kim Jong-un und Wladimir Putin sind aus der Perspektive der westlichen Postmoderne eine putzige Sache. Zehntausende werden zum Jubeln an den Straßenrand gekarrt, die Limousinen- und Fähnchenparade soll Macht und Herrlichkeit vorgaukeln, im unterversorgten Nordkorea wird selbst die Glühbirnen-Gigantomanie zum Politikum. Pjöngjang erstrahlt im Licht Tausender Strahler, als ob man aus der Satellitenperspektive nicht genau am Licht sähe, wo der 38. Breitengrad verläuft und warum Nordkorea ein Energieproblem hat.

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