Flüchtlinge:Putschisten machen ernst

Flüchtlinge: Was folgt auf den Putsch? General Abdourahamane Tiani im Kreis seiner Mitstreiter.

Was folgt auf den Putsch? General Abdourahamane Tiani im Kreis seiner Mitstreiter.

(Foto: STRINGER/REUTERS)

Niger will Migranten nicht mehr aufhalten auf ihrem Weg nach Norden. Europa mag das bedauern, ist aber daran nicht unschuldig.

Kommentar von Paul Munzinger

Europas Türsteher in der Sahelzone hat gekündigt. Niger will keine Migranten mehr auf dem Weg Richtung Mittelmeer aufhalten, das entsprechende Gesetz erklärte die Militärregierung des westafrikanischen Landes für ungültig. Es nehme keine Rücksicht auf die Interessen Nigers und seiner Bürger, heißt es zur Begründung. Und man muss kein Freund der Junta sein, die Ende Juli die Macht in Niamey gewaltsam an sich gerissen hatte und den gestürzten Präsidenten gefangen hält, um anzuerkennen: Mit dieser Einschätzung liegt sie nicht falsch.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusDaniel Cohn-Bendit
:Von einem, der rückwärts träumt

Daniel Cohn-Bendit ist Jude. Und ein Veteran des mythischen Jahres 1968. Nach dem Sechstagekrieg verbündete er sich mal mit palästinensischen Studenten, aber die alten Kampfrufe seien unbrauchbar nach dem Terror der Hamas, sagt er. Er bleibt trotzdem ein Optimist.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: